Die Krankheiten im Metallsektor

Gepostet auf21.06.2019 von

Der Metallsektor ist eines der Arbeitsbereiche mit der höchsten Anzahl an Arbeitsunfällen oder beruflichen Erkrankungen, insbesondere in Unternehmen, die sich mit der Aluminiumguss beschäftigen.

Die Risiken, denen die Fachkräfte in diesem Sektor ausgesetzt sind, sind zahlreich und vielfältig, wie zum Beispiel: Herabfallen von Gegenständen, Materialien oder Werkzeugen, Schnitt- und Stichverletzungen, Schläge, Einklemmen oder Quetschungen durch Maschinen oder Geräte, Verbrennungen, Stürze aus unterschiedlichen Höhen, das Auftreffen von Partikeln oder Materialien oder Überanstrengungen beim Heben von Lasten.

Darüber hinaus können die Fachkräfte im Metallsektor berufliche Erkrankungen erleiden, die in ergonomische und hygienische Risiken unterteilt werden können.

Hygienische Risiken im Metallsektor

Zu den hygienischen Risiken, denen ein Fachkraft im Metallsektor ausgesetzt sein kann, gehören physikalische Faktoren (durch Lärm bei der Arbeit in Kesseln, Gießereien, Stanzereien, Schmieden…), chemische Faktoren (Aufnahme von Toxinen in Form von Dampf, Gas, Aerosol oder über die Haut) oder biologische Faktoren (nicht üblich in diesem Sektor, aber die durch die Exposition gegenüber Wasserdämpfen oder Tetanus entstehen können, unter anderem).

Für eine korrekte Prävention dieser Risiken müssen die Fachkräfte über eine geeignete Persönliche Schutzausrüstung (PSA) verfügen, indem sie Gehörschutz wie Kopfhörer oder Ohrenschützer, sowie Masken oder Atemschutzmasken, Sicherheitshandschuhe, Sicherheitsschuhe und eine geeignete Arbeitskleidung verwenden, wobei in einigen Fällen der Einsatz von feuerfester Kleidung erforderlich ist.

Berufliche Erkrankungen im Metallsektor

Zu den häufigsten beruflichen Erkrankungen im Metallsektor gehören Atemwegserkrankungen, aber auch solche, die das Nervensystem, Krebs, Hauterkrankungen sowie Leber- und Nierenerkrankungen betreffen.

In der Metallindustrie treten jedes Jahr mehr als 2.500.000 Erkrankungen aufgrund der beruflichen Tätigkeit auf, die einen chronischen Charakter aufgrund der Inhalation von Dämpfen, Gasen und Rauch haben.

Aus diesem Grund ist die Verwendung von geeigneten Schutzmasken unerlässlich. Eine der Erkrankungen, die über Jahre hinweg die meisten Probleme verursacht hat, ist die Silikose, eine irreversible Erkrankung, die durch das Einatmen von Silikatpartikeln verursacht wird.

Die ersten Symptome treten 15 bis 20 Jahre nach der Exposition auf und verursachen Atembeschwerden, starken Husten und ein Gefühl der Schwäche, während in den fortgeschritteneren Phasen Fieber, Gewichtsverlust, Brustschmerzen und Atemnot auftreten können.

Es ist daher sehr wichtig, alle notwendigen Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen zum Wohl des Arbeitnehmers in Bezug auf die Gesundheit zu ergreifen.

Menü